Allgemeines zu Scanner

Ein Scanner ist ein Gerät zur elektronischen Datenerfassung. Der Scanner tastet mit Sensoren Auf- und Durchsicht-Vorlagen systematisch ab. Die Daten werden analog mit Hilfe der elektronischen Sensoren gemessen und analysiert. Durch einen A/D-Wandler werden die gescannten Informationen in digitale Daten gewandelt. Somit stehen die vom Scanner verarbeiteten Daten zur elektronischen Weiterverarbeitung dem Computer bereit.

Scanvorgang

Beim Scannen wird die Vorlage beleuchtet. Das reflektierende Licht wird von einer Stablinse aufgefangen. Die Stablinse bündelt das reflektierte Licht und gleichzeitig sorgt sie dafür das restliche Streulicht zu eliminieren.

Über die Linse gelangt das gebündelte Licht, gefiltert in den Farben Rot, Grün und Blau auf einen optoelektronischen (Kombination von Optik und Mikroelektronik) Zeilensensor.

Die analogen Lichtsignale werden pixelweise durch den A/D-Wandler (Analog-Digital-Wandler) in digitale Daten umgewandelt. So entsteht Pixelreihe für Pixelreihe das digitale Bild.

Scan-Auflösung

Mit der Auflösung wird die Qualität und Größe eines Scans festgelegt. Der Standard bei der Scan-Auflösung ist die DPI-Zahl (DPI – Dots per Inch). Die DPI-Zahl beschreibt im Wesentlichen wie viele Bildpunkte auf ein Inch (1inch = 2,54cm) vorhanden sind. Je höher die DPI-Zahl ist, umso höher wird die Qualität des Scans. Im gleichen Maße wird aber auch mehr Speicherplatz für den Scan benötigt.

Zu beachten ist, dass sich nicht jede Vorlage sich für einen Scan mit hoher Auflösung eignet, z.B. wenn die Vorlage keine gute Qualität hat oder die Vorlage für das Internet vorgesehen ist. Im Internet werden Bilder und Grafiken mit einer Auflösung von 72dpi dargestellt.

Möchte man Vorlagen für den professionellen Druck in einer Druckerei verwenden, so muss eine hohe Auflösung gewählt werden. Im Normalfall sind es 300dpi ohne Skalierung.

Farbmodus

Farbmodus bzw. RGB-Modus

Beim Farb-Scan wird für jeden abgetastet Bildpunkt drei Werte ermittelt. Diese drei Werte beschreiben den den RGB-Farbraum (rot 0-256, grün 0-256, blau 0-256), die RGB-Farbwerte ergeben zusammen eine Farbmischung. Da der RGB-Farbraum ein additives System ist ergibt sich ein Weiß, wenn alle drei Werte auf 100% (Rot 256, Grün 256 und Blau 256) gesetzt sind. Der einzelne Wert beschreibt die Helligkeit des entsprechenden Farbkanals. Addiert man alle möglichen Farbwerte des RGB-Farbraum zusammen so ergeben sich 16.777.216 mögliche Farben.

Scannt man also im Farbmodus bzw. RGB-Modus so werden 8-Bit pro Farb-Kanal gespeichert, dementsprechend wirkt sich das auf das Speichervolumen der Datei aus.

Graustufen-Modus

Im Graustufen-Modus werden nur zwei Kanäle angelegt. In diesem Modus sind 65.536 verschiedene Grautöne von weiß nach schwarz möglich.

Schwarz-/Weiß-Modus

Im Schwarz-/Weiß-Modus werden nur zwei Werte erstellt. Hierbei werden nur schwarze und weiße Bildpunkte ermittelt und abgespeichert.

Empfehlenswerte Einstellung

In Hinsicht auf den Versand von Dokumenten (Rechnungen/Belege) per E-Mail oder Fax ist es völlig ausreichenden das Scannen im Graustufen-Modus durchzuführen. Einerseits wird das Speichervolumen der Dateien klein gehalten und zum anderen ist die Abbildung in Graustufen bspw. für den Steuerberater ausreichend.

Scanner-Auflösung

Für die den privaten Gebrauch sind in der Regel Geräte mit einer Scanner-Auflösung von 1200dpi ausreichend. Für professionelle Scans sind Auflösungen bis zu 6400dpi gängig. Jedoch ist zu beachten, dass der Scanner bei einer hohen DPI-Zahl mehr Daten zu verarbeiten hat und somit viel Arbeitsspeicher in Beschlag nimmt, was auch unter Umständen zum Einfrieren oder Abstürzen des Rechners (meist ältere Geräte mit wenig Arbeitsspeicher) führen kann.

Scanner-Typen

Flachbett-Scanner

Beim Flachbett-Scanner wird die Scan-Vorlage auf einer Glasscheibe gelegt. Die Abtastsensoren fahren unterhalb der Glasscheibe entlang. Geeignet ist der Flachbett-Scanner für Fotos, Bilder, Dokumente und sperrige Vorlagen wie Bücher. Allerdings müssen die Vorlagen ganz flach aufliegen um ein gutes Scan-Ergebnis/-Schärfe zu erzielen. Es können Vorlagen bis zu einer Größe von DIN A4 (21 x 29,7cm) gescannt werden.

Einzug-Scanner

Der Einzug-Scanner wird als Dokumenten-Scanner für DIN A4-Vorlagen verwendet, da er einzelne aber ganze Stapel von Dokumenten verarbeiten kann. Die Vorlage wird über ein Rollen-System an den Abtast-Sensoren vorbei geführt. Problematisch ist das Einscannen von Vorlagen mit glatter Oberfläche, da diese nicht richtig von dem Einzug-System erfasst werden und somit Bild-Verzerrungen entstehen können.

Kopierer

Der Kopierer ist ein Dokumenten-Scanner. In den meisten Geräten sind Einzug- und Flachbett-Scanner verbaut. Über den Stapeleinzug können Kopierer eine hohe Anzahl von Vorlagen in kürzester Zeit verarbeiten. Einzelne Vorlagen werden über den eingebauten Flachbett-Scanner kopiert. Je nach Typ kann auch eine Skalierung für die Ausgabe eingestellt werden. Der Kopierer ist im Regelfall zur schnellen Vervielfältigung von Dokumenten gedacht. Es können Vorlagen bis zu einer Größe von DIN A2 (42 x 59,4cm) kopiert werden.

Beleg-Scanner

Der Beleg-Scanner auch Beleg-Leser genannt, ist ähnlich wie der Dokumenten- und Flachbett-Scanner. Er dient zu digitalisieren von meist kleineren Belegen wie z.B. Quittungen, Bons oder auch Chipkarten.

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